Über uns

Das Konzept Bindung

Das Konzept Bindung geht auf die frühen Forschungen von John Bowlby zurück.

Bindung bildet die Grundlage für das entwickelte Gefühl und die erlebte Vorhersagbarkeit enger und emotionaler Beziehungen mit nahen Personen.

Mit dem theoretischen Begriff Bindung, im Original „attachment“, bezeichnete der britische Psychiater John Bowlby ein „affektives, gefühlsgetragenes Band“ in den Beziehungen zu nahe stehenden Personen.

Bindungssicherheit, im Sinne von Vertrauen auf die Verfügbarkeit wichtiger nahe stehender Personen, wird in dieser Theorie als zentrales Merkmal einer Person beschrieben und in seiner Bedeutung förderlich für die emotionale, soziale und in Teilen auch kognitive Entwicklung des menschlichen, gesunden Wachstums beschrieben.

Beeinträchtigungen der Bindungssicherheit, Bedingungen mit fehlender Sicherheit und Vertrauen in andere Personen, werden in ihren Folgen als Risiken

  • für ein gesundes menschliches Zusammenleben in Familie,
  • in Peergruppen während der Kindergarten und Schulzeit,
  • in Partnerschaften
  • und sogar in ihren Auswirkungen auf politische Orientierungen gesehen und deren Einfluss weiterhin untersucht.

Bindung stellt ein Bild für das Verhältnis von zwei Personen dar, die über Raum und Zeit hinweg miteinander verbunden sind. Dieses Gefühlsband ist sehr spezifisch, keine der Personen kann ausgetauscht werden. Bindung wird neben Nahrungsaufnahme und Sexualität als eigenständiges, primäres menschliches Bedürfnis gesehen.